Mittwoch, 3. Oktober 2018

Die pre-finalen Grundrisse sind da!

So langsam nähert sich unser Haus der theoretischen Fertigstellung. Wie ja bereits in einem vorherigen Post beschrieben bekam ich am Freitagnachmittag vor der Bemusterung am folgenden Montag die Ausführungspläne, die Weber aus den Architektenzeichnungen und unserer Powerpoint-Idee, wie wir das Dachgeschoss gestaltet haben wollen, erstellt hat. Das ist also der Stand vor der Bemusterung, in der wir noch das ein oder andere angepasst haben, aber bietet schon einmal ein gutes Bild davon, wie unser Haus zukünftig aussehen soll. Insgesamt werden wir vier Ebene haben, auf denen es Zimmer geben wird - angefangen vom Keller über das Erdgeschoss und Obergeschoss bis hin zum Dachgeschoss, in dem wir auch noch etwas untergebracht haben.

Im Kellergeschoss befindet sich erwartungsgemäß die Technik des Hauses, so dass über der Erde nur noch der Frischluftturm von unserer Lüftungs- und Heizungstechnik zu sehen sein wird. Leider mussten wir den Technikraum mit fast 17qm ziemlich groß machen - dies liegt an der Lage der Lüftungsrohre. Ansonsten werde ich dort mein Büro beziehen (wie schon jetzt liegt mein Büro "unter Tage", was im Sommer dafür sorgt, dass dort immer noch sehr erträgliche Temperaturen herrschen), und es wird einen Vorratsraum sowie einen Hauswirtschaftsraum geben - letzteren auch mit Homeway-Multimediadose, schließlich will man bei langweiligen Arbeiten auch Fernsehn gucken können...:-)!



Das Erdgeschoss weist dann gleich mehrere Dinge auf, die uns bei unserem Haus wichtig waren. Zum einen gibt es hier einen sehr großzügigen Eingangsbereich, in dem man problemlos die Besucher empfangen und auch nebeneinander stehen bleiben kann, ohne direkt auf Tuchfühlung gehen zu müssen. Daneben gibt es ein Duschbad (mit gefliester, bodenebener Dusche), einem weiteren Wohnraum, der im Alter mal als Schlafraum dienen kann, wenn es nötig werden sollte und der großen, mit Schiebetür zum Essbereich zu öffnenden Küche. Letzteres war uns besonders wichtig - in unserer Küche wird richtig gekocht, daher muss man die Küche auch abschotten können, dennoch sollte die Möglichkeit gegeben sein, die Tür auch offen zu lassen, um die Situation kommunikativer zu gestalten, wenn man z.B. an Weihnachten für eine Gruppe kocht und nicht komplett von den Gästen getrennt sein möchte...


Das Obergeschoss ist dann in der Form zweier kompletter Apartments gestaltet - rechts (mit Balkon) ist das Reich unserer Tochter mit eigener Ankleide und Badezimmer, links das unsere mit größerer Ankleide und unserem Bad, welches speziell für mich über eine richtig große Dusche mit Regenwald-Brause und Sitzbank (fehlt in der Zeichnung noch) verfügt...:-)! In der Mitte blieb dann noch ein kleines Zimmer übrig, welches aktuell als "Gästezimmer" in den Plänen betitelt ist - so richtig wissen wir nicht, was wir mit dem Zimmer anfangen werden, aber vermutlich wird es sowas wie ein zusätzliches Arbeitszimmer für Rose und unsere Tochter werden - mal sehen.


Schließlich bleibt noch das Dachgeschoss. Aufgrund des Bebauungsplans waren wir gezwungen, mindestens eine Dachneigung von 30 Grad vorzusehen - da das Obergeschoss ja als Vollgeschoss geplant ist haben wir uns dann entschieden, die Dachneigung direkt auf 38 Grad zu erhöhen, so dass wir im "oben" in der Mitte eine lichte Raumhöhe von über 3m haben werden. Diesen Raum wollten wir natürlich nicht verschenken und nur als Lagerfläche nutzen, daher gibt es aus dem Obergeschoss eine sogenannte Spartreppe ins Dachgeschoss (statt der üblichen Auszugstreppe), und alle Versorgungsleitungen (Wasser, Abwasser, Lüftungsheizung, Strom) sind nach oben gezogen und entsprechend eingeplant. Somit gibt es im Dach dann ein Mehrzweckzimmer, in dem ich z.B. im Winter dann meinen Arbeitsplatz beziehen werde sowie den Gästezimmerbereich mit Gästebad, so dass alle Infrastruktur vorhanden ist, Gäste auch einmal ein paar Tage beherbergen zu können. In Summe gewinnen wir damit ca. 50qm Wohnfläche in einer Premiumlage, die ohne den Ausbau als Stauraum kaum angemessen genutzt gewesen wären...


Sonntag, 23. September 2018

T-1...morgen geht es zur Bemusterung!

So, es ist fast soweit - morgen früh fahren wir nach Wenden zur Bemusterung unseres Hauses, und im Moment bin ich ziemlich fertig und kann keine Konstruktions-, Elektro- oder sonstige Pläne mehr sehen.

Der Grund dafür ist einfach - am Samstag Morgen um acht stand TNT vor der Tür und brachte einen dicken Umschlag mit den Plänen unseres Hauses - neun verschieden an der Zahl. Und die galt es über die letzten beiden Tage nun durchzuarbeiten, um Fehler zu finden, die Elektro- und Lichtplanung zu machen und auch nochmal darüber nachzudenken, ob man nicht doch noch eine Änderung vornehmen will...jede Menge Arbeit also.

Ganz fertig geworden bin ich nicht, aber insgesamt bin ich doch zuversichtlich, dass wir ganz gut vorbereitet nach Wenden fahren...schauen wir mal, was uns im Werk von Weberhaus erwartet...

Sonntag, 16. September 2018

Küche - Check!

OK, manchem mag es zu früh erscheinen, aber wir haben in der vergangenen Woche auch das Thema Küche "erledigt". Die Küche (und insbesondere die Elektrogeräte darin) waren uns von Anfang an sehr wichtig, da wir die Küche eben nicht nur für die Zubereitung von Kaffee und Tiefkühlpizza benutzen. Und Vorsicht - hier folgt viel Text...die Suche nach einer Küche ist, wenn man nicht Geld aus dem Fenster werfen will, echt eine Odyssee...

Exkurs: Bei der Planung haben wir dabei auf die Erfahrungen aus unserem aktuellen Haus zurückgreifen können, und die Wesentliche lautet: Baue NIEMALS einen Kühlschrank in die Holzteile der Küche ein. Ob nun Höhe (bei unserer ersten Küche in unserer Mietwohnung) oder Breite (jetzt aktuell in unserem Haus): Nach ein paar Jahren ändert sich immer etwas an den Maßen dieses Elektrogeräts, und so ist der Austausch immer mit großen Kosten und/oder Schmerzen verbunden. Sei es, weil man die Küche komplett umbauen, mit größeren Spalten im Küchenkorpus (wie in unserer ersten Küche) oder fast 20 Jahre mit einem Kühlschrank der Energieeffizienzklasse B leben muss - alles macht keinen wirklichen Spaß.

In Summe also haben wir die Küche ohne Kühlschrank (den Platz dafür aber natürlich freigehalten) und dafür mit einer kleine Insel geplant, die als Ess-/Arbeitstisch dienen soll. An Platz bietet unser Haus neben der Insel von 1,80 x 0,90m dafür Raum für eine klassische L-Form mit einem Maß von 3,60 x 1,80m (nach Abzug von Wandabschlüssen), den es möglichst optimal auszunutzen galt.

Aber zurück zum Anfang - der erste Weg führte uns zu Möbel Brucker, mit denen wir schon ein paar Dinge in unserem aktuellen Haus gemacht haben. Der Verkäufer Herr P. war sehr freundlich und nahm sich (auch ohne Termin) viel Zeit für unsere Küchenplanung. Nach einigen grundsätzlichen Diskussionen kam er auf eine Nobilia-Küche mit lackierten Fronten in Magnolia (Echtlack, kein Lacklaminat) und allen von uns gewünschten Elektrogeräten (Neff für Kochfeld und Backofen, Miele für den Geschirrspüler, Falmec für den Dunstabzug und Blanco für Spüle und Armatur), die ohne großes Verhandeln in unserem Preisrahmen lag. Und auch der Hinweis, dass der Preis dauerhaft Bestand habe (also unabhängig von irgendwelchen Aktionen) war für uns eine Wohltat. Aber an der Stelle konnten wir noch nicht einschätzen, dass dieser Preis schon extrem gut war und wir uns weitere Suchen eigentlich hätten sparen können.

Mein nächster Besuch war dann bei Porta in Bornheim, wo ich dem Berater die exakt gleichen Daten in die Feder gesprochen habe. Also in der Form "Da muss ein UAX60 hin, und dann daneben ein UAX90" - wenn man weiß, was man möchte, ist so eine Planung in unter 45 Minuten erledigt. Ernüchterndes Ergebnis: Der Preis bei Porta war mal eben um lockere 60% (!) höher als bei Brucker - darauf und auf die Tiefpreisgarantie angesprochen wurde der Verkäufer sehr schmallippig und meinte, wir sollen dann doch bei Brucker kaufen, da man den Preis nicht mitmachen könne.

Höffner war dann der nächste Versuch - auch hier rechnete der Verkäufer auf Basis der exakten Vorgaben in einer vergleichbaren Zeit unsere Küche und kam auch auf einen etwas besseren Preis als Porta, blieb aber immer noch runde 3000€ über dem Angebot von Brucker. Damit konfrontiert sagte er dann, dass wir doch wiederkommen sollen, wenn wir zum Kaufen bereit wären, dann würde er den Einkauf anfragen, ob Höffner dabei mitgehen kann. Was mich hier gestört hat war aber das Zauberspiel mit dem Preis..."Also, Ihre Küche kostet 2xxxx€ nach Liste, aber dann machen wir daraus mal unseren Hauspreis, da sind wir dann bei 1xxxx€, und dann haben wir ja noch unsere aktuelle Aktion "20% auf alles außer Tiernahrung", da geht dann ja nochmal was 'runter" - das hat schon was wie auf dem Basar mit schlechten Taschenspielertricks. Höffner war hier in der Darstellung der Extremste, aber auch andere (Porta und XXXL Lutz) haben so gerechnet, die Zwischenergebnisse aber nicht so sehr herausgestellt.

Segmüller ist der dritte große Anbieter im Rheinland, aber da haben wir es nicht einmal zu einem Angebot geschafft. Der Verkäufer war schlicht unwillig. unsere Küche zu rechnen, wenn wir ihm nicht zusagen würden, dass wir diese anschließend dann auch direkt bei ihm kaufen würden. Nach drei oder vier Versuchen, ihm zu erklären, dass wir einen Preisvergleich anstreben, haben wir dann unverrichteter Dinge aufgegeben - wir werden wohl Segmüller nicht weiter berücksichtigen, was die Ausstattung unseres Hauses angeht.

Aufgrund der Tatsache, dass Küchen Aktuell quasi "um die Ecke" eine Filiale hat sorgte dafür, dass wir auch da einmal mit unseren Plänen vorstellig wurden. Nobilia führt Küchen Aktuell nicht, daher sind wir dort auf die "Hausmarke", eine Musterring-Küche, ausgewichen. Diese wird von der Firma Störmer  hergestellt - einem durchaus renommierten Hersteller, dessen Küchen auch ein paar Features haben, die der Bauherr als sehr interessant empfunden hat. Zudem war die Küche nur wenig teurer als die Nobilia-Küche von Brucker, aber dann gab es den Auftritt des Verkaufsleiters (?) der Filliale Bornheim, als wir nach einem besseren Preis gefragt haben - und da Rose und mir klar, dass wir an dem Tag das letzte Mal dort gewesen sind. Angesichts dessen Auftretens und den Bewertungen im Internet für den Service nach Kauf haben wir dann darauf verzichtet, weiter mit Küchen Aktuell zu verhandeln, auch wenn die "Hardware" der Küche eigentlich sehr gut aussah.

Schließlich waren wir dann noch in Aachen bei XXXL Lutz Pallen, um die nächstliegende XXXL Lutz Filiale ebenfalls in den Preisvergleich einzubeziehen. Nachdem wir unsere Vorstellungen geäußert hatten, wurde uns ein nahezu gleicher Preis wie bei Höffner angeboten.  Auf den Hinweis, dass wir bei Brucker doch deutlich günstiger lagen, hat der Verkäufer seinen Chef gerufen, der wild auf der Tatstatur herumhämmerte, um dann zu sagen, dass man den Preis auch machen könne (ich habe noch nie 3000€ in fünf Minuten verdient). Dort wurde uns aber gesagt, dass man wohl bei Nolte bessere Preise machen könne als bei Nobilia, so dass wir uns die Küche mit einem Nolte-Programm haben nachrechnen lassen - den Preis bekamen wir dann eine Woche später per eMail, und der war tatsächlich besser als bei Brucker - bloß war unsere geforderte Echtlackfront ohne jeden Kommentar einem Lacklaminat gewichen, was mich bis heute noch stört.

Dabei wurde dann aber ein Problem offenbar, an das wir die ganze Zeit nicht gedacht hatten - Size matters. Und zwar Größe in der Form der Innenhöhe der Auszüge - wir haben eine Philips-Pastamaschine, die eine Höhe von 34,7cm hat und die in unserer aktuellen Küche in einem Auszug gerade so hineinpasst. Das soll auch so bleiben, aber bei Nobilia sind die Auszüge maximal leider nur knapp 30cm hoch. Also musste eine Alternative her - und die war bei Nolte gefunden, die im 15er Rastermaß auch einen Auszug in 45cm Höhe im Programm haben, der auch in Zukunft ausreichend Platz für den geliebten Pastamaker bietet. Bei Nobilia hätten wir einen Schrank mit Tür und Innenauszug als Alternative nehmen können, um das gewünschte Innenmaß zu erhalten, aber der sah irgendwie einfach nicht "richtig" aus im Gesamtbild unserer Küche.

Am Ende sind wir also doch bei Brucker gelandet - zum einen hat der Verkäufer das Nobilia-Angebot ohne Murren auf Nolte umgerechnet, was kaum teurer war als die zuvor gerechnete Nobilia-Küche, und zum anderen war das Angebot (soweit für uns nachvollziehbar) fair und transparent, und aus der Erfahrung mit dem Möbelhaus haben wir generell ein gutes Gefühl, dass auch Probleme gemeinsam gelöst werden können, wenn denn welche auftreten. Im letzten Gespräch haben wir dann noch die Arbeitsplatte von Holz in massives Granit (in Beta Rosa) gewechselt - es kostet zwar einen nicht unerheblichen Betrag mehr, ist aber das deutlich langlebigere und edlere Material, und zudem gab es dann noch ein paar Ausstattungs-Goodies gratis dazu.

Das Budget für die Küche ist damit dann zwar um 30% überschritten, aber auch der Controller in mir freut sich jetzt schon auf die neue Küche...;-)! Hier noch ein paar "Planansichten" unserer zukünftigen Küche:




Dienstag, 21. August 2018

Das erstes Möbelstück für unser neues Haus

Wir haben es getan - obwohl noch nicht ein Teelöffel Erde für unser neues Haus bewegt wurde haben wir bereits das erste Möbel für unser neues Haus gekauft!

Rose und ich sind immer, wenn wir uns um das Thema Küche gekümmert haben, in den einzelnen Möbelhäusern auch kurz in die Abteilung für Badmöbel geschlendert - mit der Erkenntnis, dass es das exakte Badmöbel so, wie wir es jetzt haben, leider nicht mehr zu kaufen gibt. OK, unseres ist jetzt auch schon über ein Jahrzehnt alt, aber es sieht immer noch super aus, und insbesondere die Mineralgusplatte in Salz und Pfeffer-Optik hat sich wirklich bewährt.

Aber alles Jammern nützt nichts - mitnehmen können wir unseren Waschtisch nicht, also muss etwas neues her. Schon seit dem ersten Besuch bei Möbel Höffner in Rösrath schleichen wir beide dabei immer um Möbel des niederländischen Anbieters van Heck herum - während wir beiden sonst durchaus in Sachen Geschmack ein wenig auseinander liegen waren wir uns hier einig, dass das genau das Richtige für unser Badezimmer ist.

Die Frage stellte sich also, wo wir das gewünschte Exemplar am günstigsten bekommen würden. Der erste Versuch war, einen niederländischen Kollegen zu fragen, ob er die Firma kennen würde und wo man dann die Sachen in den Niederlanden am günstigsten bekommen könnte. Ernüchternde Antwort auf den zweiten Teil: "In Germany"...also blieb uns nicht anders übrig als bei den üblichen Verdächtigen die Klinken zu putzen.

Fündig geworden sind wir schließlich bei Porta in Köln-Porz. Hingefahren waren wir, um die Innenhöhe eines Nobilia-Küchenauszugs auszumessen, da wir eine Innenhöhe von 35cm benötigen, um unsere diversen Küchenmaschinen unterzubringen (geht bei Nobilia nicht), aber auf dem Weg dahin kamen wir direkt an der Badmöbelabteilung vorbei - und da stand genau das van Heck Möbelstück, was wir für unser Gästebad haben wollten.


Der Unterschrank war hier sogar mit Schubladen ausgestellt - eine Variante, wie sich herausstellte, die nur bei Porta verkauft wird. Dazu der Spiegelschrank über dem Waschtisch mit Innen- und Außenspiegel im gleichen Design...sold. Was wir allerdings anders haben werden ist zum einen der Wasserhahn, den wir direkt aus der Wand aus eine Unterputzarmatur kommen lassen werden und zum anderen die Keramik auf dem Waschtisch, hier haben wir uns für ein etwas "verspielteres" Design statt der einfach weißen Waschschüssel entschieden:


Die Preisverhandlungen gestalteten sich dann etwas zäh, da wir ja nun wirklich diesen Waschtisch haben wollten (also einfach aufstehen und gehen keine Option war), aber am Ende konnte der Bauherr dann auch noch den Abwasseranschluss ohne Berechnung heraushandeln, so dass auch hier ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt wurde.

Donnerstag, 16. August 2018

Die Baugenehmigung ist da!

Als gestern der Postbote vor der Tür stand, hatte unsere Tochter den richtigen Riecher: "Mama, da ist die Baugenehmigung gekommen" rief sie, nachdem sie den A4-Umschlag der Stadt Bornheim aus dem Briefkasten gefischt hatte, und rannte direkt zu Rose, die gerade in der ersten Etage unterwegs war.  Also ist auch der Bauherr aus seinem Kellerbüro nach oben gehechelt - und tatsächlich, wir haben nun eine Baugenehmigung!

Da ich bisher noch nie mit sowas zu tun hatte war ich gespannt, wie diese aussehen würde, aber irgendwie war das ganze ziemlich unspektakulär - lediglich vier Blatt Papier, viele Stempel auf den Bauzeichnungen und den Raumberechnungen, aber keine Siegel oder sowas. Dazu diverse Hinweise was wir so alles beachten müssen, und natürlich der heilige Gral eines jeden Bauherren: Das Baustellenschild...:-)!

Damit wären wir formal in der Lage mit dem Hausbau loszulegen, wir warten jetzt auf das Ergebnis des Planchecks von Weberhaus, damit wir damit dann in die Voraussetzungen für die Bemusterung erfüllen können...

An dieser Stelle ein ausdrücklicher Dank an die Stadt Bornheim - man liest überall Geschichten, wie lange die Erteilung einer Baugenehmigung dauert...unsere hat gerade mal vier Wochen von der Einreichung Mitte Juli bis zur Erteilung Anfang August gedauert. Lediglich der Postversand (Datum der Baugenehmigung 7. August, Poststempel 9. August, Eingang bei uns gestern) hat länger als üblich gebraucht.

Mittwoch, 8. August 2018

Die Baustraße ist fertig!

Bevor wir uns Mitte Juli auf den Weg in den Urlaub gemacht haben deutete es sich bereits an, und jetzt ist es tatsächlich erreicht: Die Baustraße zu unserem Grundstück ist fertig.


Noch stehen dort die Container der Tiefbaufirma, welche die Straße gebaut hat, aber ich gehe davon aus, dass diese in den nächsten Tagen dann auch entfernt werden. Danach erfolgt dann wohl die Abnahme durch die Stadt, so dass ab Ende August die Bebauung der Grundstücke beginnen könnte. Wir sind aber noch nicht soweit, sondern warten zum einen noch auf die Baugenehmigung und zum anderen darauf, dass Weber die Pläne unseres Architekten prüft und freigibt.

Unsere Sonnenblume gedeiht übrigens immer noch fabelhaft. Vermutlich haben die Bauarbeiter die Blume während unseres Urlaubs fleißig gegossen, so dass sich eine große Zahl an Blüten gebildet hat - eine erste Zählung kam auf über 25 Blüten...

Mittwoch, 11. Juli 2018

Wo bauen wir eigentlich - von unsere Odyssee, ein passendes Grundstück zu finden

Am Anfang allen Bauens steht immer die Suche nach einem Grundstück, und gerade dann, wenn man in einem Ballungsraum wohnt, kann sich diese Suche relativ schwierig gestalten. Dies hat auch unsere Suche bewiesen - insgesamt haben wir fast drei Jahre gebraucht, bis wir mehr oder minder zufällig über unser Grundstück gestolpert sind.

Als wir uns im Ende des Jahres 2015 mit dem Thema Grundstück zu beschäftigen begannen, stand für uns von Anfang an fest, dass wir unser aktuelles Umfeld in Wesseling nicht verlassen wollen - sowohl die Schule unserer Tochter als auch die günstige Verkehrsanbindung, die für meinen Job wichtig ist, war für uns ausschlaggebend und unabdingbar. Also sollte es etwas sein, was so gelegen ist, dass sich diese Parameter nicht verändern - entweder in Wesseling, oder in einer Gemeinde in der Nähe (Bornheim oder Brühl).

Über fast drei Jahre haben wir mehrere erfolglose Versuche unternommen, ein Grundstück für unser Traumhaus zu finden - in chronologischer Reihenfolge:
Nach diesen Erfahrungen saß der Stachel schon tief - wir hatten das Gefühl, dass wir einfach kein Grundstück bekommen würden. Als dann eine andere Tochter der Kreissparkasse ein Bauträgerprojekt in Wesseling angeboten hat, haben wir kurz überlegt, doch für unseren Sohn ein neues Haus zu kaufen - haben dann aber angesichts eines völlig unbrauchbaren Verkäufers innerhalb von 10 Minuten während des Ersttermins Abstand von der Idee genommen.

So war es dann ein Zufall, der uns mit unserem Grundstück zusammenbrachte. In einer der gefühlt tausenden Suchen im Internet tauchte plötzlich am 23. Januar (und wohl auch nur für wenige Stunden) ein Baugrundstück in Bornheim auf. Ein Anruf beim Eigentümer ergab, dass dieses Grundstück im Bieterverfahren verkauft werden sollte und dass es - was wesentlich wichtiger werden sollte - nicht zum dahinter in Entwicklung befindlichen kleinen Neubaugebiet gehören würde. Das Grundstück selbst passte nicht wirklich zu unseren Vorstellungen, aber die Info über das Neubaugebiet lies uns aufhorchen.

Rose hat dann bei der Stadt Bornheim angerufen um herauszufinden, wie man denn an den Entwickler dieses Gebietes kommen würde, und der freundlichen Mitarbeiter der Stadt nannte ihr direkt den zuständigen Ansprechpartner sowie einen Link auf den Bebauungsplan - manchmal kann Informationsbeschaffung sehr einfach sein...


Der Anruf beim Entwickler des Baugebiets brachte dann weitere Informationen: In diesem Baugebiet werden tatsächlich nur Grundstücke für freistehende Einfamilienhäuser verkauft, es gibt nur wenige Restriktionen im Bebauungsplan (und vor allem auch keinen Zwang, irgendwelche Fern- oder Nahwärme zu beziehen) und zumindest einige Grundstücke sind von Lage, Ausrichtung und Baufenster richtig gut geschnitten. Eigentlich also alles perfekt...eigentlich.

Dann aber erst einmal Ernüchterung...ja, die Vermarktung habe noch nicht begonnen, aber nein - aktuell seien keine Grundstücke mehr zu haben, da bereits alle vergeben und in der Beurkundung wären. Allerdings, so die Aussage, würden wohl nicht alle Finanzierungen zu Stande kommen, und man könne sich auf eine ziemlich kurze Warteliste setzen lassen. Gesagt, getan - und dann hieß es erst einmal wieder warten...

Am ersten März war es dann soweit, der elektronische Briefkasten hatte mal wieder eine relevante eMail - insgesamt vier der 17 Baugrundstücke waren noch zu haben, zwei davon aus der Kategorie perfekte Ausrichtung und Lage. Dieses Mal auch zu einem Festpreis, der zwar etwas höher war als die Preise im Eichholzer Acker, insgesamt aber uns angemessen erschien.


Auch hier wieder das übliche Prozedere - man möge doch bitte ein verbindliches Kaufangebot abgeben und eine Finanzierungsbestätigung beifügen, um die Ernsthaftigkeit zu dokumentieren. Zum Glück hatten wir die Finanzierungsbestätigung aus einem vorangegangenen Versuch, ein Grundstück zu erwerben, so dass wir am nächste Tag bereits das Kaufangebot in den Briefkasten des vom Entwickler beauftragten Maklers werfen konnten. Und dann hieß es erneut warten und Daumen drücken, dass wir dieses Mal "dabei" sein werden.

Das Warten dauerte dann aber nur eine Woche, am Abend des 8. März - ich saß gerade mit einigen Kollegen am Flughafen Amsterdam und wartete auf meinen Rückflug nach Deutschland - hatte das e-Postfach mal wieder etwas anderes zu bieten als nur die sonst übliche Werbung: Die Zusage des Entwicklers, dass wir ein Grundstück kaufen können. Es ist das Grundstück mit der Nummer 16 auf obigem Bild geworden, dieses hat die perfekte Ausrichtung (der Garten liegt in Südwest-Richtung), ist von den Proportionen her gut geschnitten und ist auch von der Umgebungsbebauung her das beste Grundstück aus den angebotenen Parzellen - es war entsprechend auch unsere erste Wahl.

Nach einem Anruf bei Rose und der gemeinsamen Freude über die Tatsache, dass unsere Suche nach wirklich langer Zeit endlich von Erfolg gekrönt war, musste ich mich dann aber auf den Weg zum Flieger machen - der Termin am nächsten Tag in Dresden wartete. Und leider ist Fliegen heute ja nicht mehr so glamourös wie im letzten Jahrtausend, aber auf dem Weg von Amsterdam nach Dresden mussten schon zwei Gläschen Henkel Trocken herhalten, dieses Ereignis gebührend zu feiern...

Eigentlich ganz einfach - wir bauen am Eichholzer Acker...

Zuerst haben wir uns in Wesseling umgesehen, weil die Stadt hat zusammen mit einem Tochterunternehmen der Kreissparkasse das Wohngebiet "Eichholzer Acker" entwickelt hat - zu dem Zeitpunkt waren gerade die letzten Grundstücke des ersten Ausbauabschnitts vergeben. Allerdings, so der Lichtschimmer am Horizont, sollte es noch einen zweiten Ausbauabschnitt geben, der im Laufe des Jahres 2016 vermarktet werden sollte.

Leider war der von der Stadt beauftragte Vermarkter (besagte Tochter der Kreissparkasse) nicht wirklich schnell unterwegs, aber wir konnten uns immerhin auf die Warteliste für die neuen Grundstücke setzen. Am 9. Januar 2017 war es dann soweit - per eMail erreichten uns die Unterlagen zu den zum Verkauf stehenden Grundstücken - insgesamt 95 an der Zahl.


Nach einem gemeinsamen "die Finger wund wählen" von Rose und mir haben wir es noch am selben Tag geschafft, einen "zwingend erforderlichen" Beratungstermin bereits im Januar zu bekommen. Dieser Termin lies dann aber bereits (im Nachhinein betrachtet) erahnen, dass wir hier wohl kaum Erfolg haben würden. Außer ein paar Plattitüden und der Aussage, dass wohl vermutlich jeder Interessent auch "sein" Grundstück bekommen würde hat der Termin für uns jedenfalls keine Neuigkeiten gebracht. Es wirkte irgendwie so als ob wir vergessen hätten, irgendetwas zu dem Termin mitzubringen - obwohl wir alle geforderten Unterlagen dabei hatten.

Und so kam es wie es kommen musste: Am Ende geb es dann doch mehr Kaufinteressenten als Grundstücke vorhanden waren, und es musste gelost werden. Da man zur "Zulassung" zur Verlosung eine priorisierte Liste der Grundstücke abgeben musste, die man kaufen würde (vier in unserem Fall), hat sich der Vermarkter entschieden, nur das erste Grundstück auf der Liste zu berücksichtigen. Man kam also nur einmal in den Lostopf - für unsere präferiertes Grundstück waren so am Ende acht Interessenten in der Verlosung. Und so kam es, wie es kommen musste: wir bekamen Anfang Mai die lakonische eMail, dass wir leider nicht gewonnen hätten. Übrigens gilt das auch alle anderen, die wir in der Zwischenzeit kennengelernt haben, egal ob nun mit Grundstück (z.B. unsere neuen Nachbarn) oder ohne. Der Eindruck von oben, dass wir in dem Termin irgendwas erforderliches nicht abgegeben haben, verfestigt sich bei uns immer weiter.

Exkurs: Die Stadt Wesseling genehmigt sich eine Leibrente...

Eine der Bedingungen für den Erwerb eines Grundstücks im Eichholzer Acker ist der Anschluss an eine Biogas-Nahwärmeversorgung, welche von den Stadtwerken und dem lokalen Gasversorger betrieben werde - ohne dass dazu weitere handfeste Informationen (über Marketing-Geschwätz hinaus) vorlagen. Kurz vor der Verlosung kam dann doch noch ein paar Dinge dazu heraus, die uns quasi die Schuhe ausgezogen haben: Der Anschluss an die Anlage ist zwingend, man verpflichtet sich, jedweden Wärmebedarf des Hauses darüber zu decken, und alleine die initiale Grundgebühr beträgt 1299€ im Jahr. Dazu dann noch ein Arbeitspreis pro Kilowattstunde, der mit 5,5ct deutlich über den Marktpreisen für Gas liegen - wir waren bedient, heizen wir doch unser bestehendes Haus (inkl. Warmwasser) mit 600-700€ im Jahr.



So waren wir dann nach de Verlosung eigentlich gar nicht so unglücklich darüber, dass wir dabei nicht gewonnen haben...vermutlich hätten wir, wenn wir als Gewinner hervorgegangen wären, das Grundstück dann doch nicht gekauft, weil wir dieses Vorgehen mit dem Nahwärme-Abnahmezwang als lebenslange Abzocke ansehen. Es ist allerdings in vielen Gemeinden hier in der Umgebung inzwischen leider üblich, mit solchen Konstrukten dem Stadtsäckel zusätzliche Einnahmen zu garantieren...

Zweiter Versuch: Ein Grundstück im Bieterverfahren

Lange Zeit tat sich erst einmal nichts - über Monate hinweg haben wir keinerlei Grundstücke finden können, die für uns in Frage kommen, trotz teilweise mehrmals täglicher Suche im Internet und auch einer Suchanzeige, die wir aufgegeben haben. Über Immoscout sind wir dann aber im Oktober auf ein Grundstück in einer Nachbargemeinde gestoßen, welches uns auch ganz gut gefallen hätte. Zwar war die Lage (ganz "oben" im Ort, d.h. mit einem ordentlichen Gefälle in Richtung Autobahn) und auch die Ausrichtung nicht optimal, aber es passte vor der Größe, es war frei von irgendwelchen Belastungen wie einem Anschlusszwang an irgendwelche Versorgungsmonopolisten und entsprach vom Baufenster her gut zu unseren Vorstellungen. Es handelt sich dabei um eine Freifläche in einem Baugebiet, welches vor einigen Jahren bereits entwickelt wurde und wo eigentlich ein Spielplatz vorgesehen war, der aber nie gebaut wurde und nun nicht mehr länger benötigt wird.


Insgesamt gab es zwei Gebotsrunden, und im Gegensatz zum Eichholzer Acker war hier zumindest aus unserer Sicht alles sehr transparent. Um an der zweiten Runde teilnehmen zu können mussten wir unter anderem eine Finanzierungsbestätigung beibringen, um zu belegen, dass wir das Grundstück beim Zuschlag auch kaufen können. Wir haben damals lange hin- und hergerechnet, welchen Preis wir bieten sollen (bzw. können), uns mit unsere Bank abgestimmt und auch deren Erfahrungen berücksichtigt und waren am Ende mit unserem Gebot wirklich an unserer Schmerzgrenze - schließlich müssen wir danach dann ja auf dem Grundstück auch noch ein Haus bauen.

Am Ende hat all das aber nicht gereicht, und wir lagen schlussendlich immer noch ca. 10000€ unter dem Gebot des Gewinners. Der Preis für dieses Grundstück lag damit wesentlich höher als der Preis für die Grundstücke im Eichholzer Acker - mit spitzer Feder nachgerechnet hätten wir von der Differenz knapp 21 Jahre lang die Grundgebühr für die Nahwärmeversorgung zahlen können...

Eichholzer Acker - revisited

Die Absage aus dem Bieterverfahren war noch nicht verdaut, da hat er elektronische Briefkasten Anfang Dezember 2017 eine neue Überraschung für uns parat: Es gibt doch noch Grundstücke am Eichholzer Acker - die Resterampe sozusagen. Insgesamt standen noch acht Grundstücke (unten grün umrandet) zum Verkauf, weil die Gewinner der ersten Runde den Verkauf nicht abgeschlossen hatten.


Angesichts der zuvor aufgemachten Rechnung haben wir überlegt, ob wir noch einmal einen Versuch wagen wollen - dieses Mal war das Verfahren auch anders, man wurde nun auch in mehrere Töpfe der Verlosung gesteckt, so dass man nicht nur einmal die Chance hatte, ein Grundstück zu bekommen. Wir haben uns dann entschieden, uns nicht für alle zu bewerben, sondern nur für die Grundstücke 55 und 104 (letzteres wäre in der ersten Runde übrigens unsere Nummer 2 in Sachen gewichteter Reihenfolge des Interesses gewesen). Da wir in der Zwischenzeit diverse Personen kennengelernt haben, die sich alle um ein Grundstück in diesem Baugebiet beworben haben und allesamt kein Losglück hatten, hatten zusammen mit der von uns empfundenen Intransparenz des Verfahrens nur wenig Hoffnung, dass es diesmal etwas werden würde - und so ist es dann gekommen, am 15. Januar rief die Auszubildende an und teilte uns mit, dass wir abermals nicht zu Zuge gekommen waren...

Die pre-finalen Grundrisse sind da!

So langsam nähert sich unser Haus der theoretischen Fertigstellung. Wie ja bereits in einem vorherigen Post beschrieben bekam ich am Freitag...