Samstag, 23. Februar 2019

Die Zahl der Woche - 17

Das Ende der Woche hatte es noch einmal in sich - zuerst wurde, wie bereits berichtet, unsere Baustelle von der Berufsgenossenschaft stillgelegt. Um die weiter arbeiten zu können musste der Kellerbauer also eine Absturzsicherung installieren, was er dann auch ganz sauber getan hat...die Brücke über die Baugrube wäre in den USA sicher eine permanente Konstruktion (mit Handlauf und Trittleisten) und nicht etwas temporäres, was dann am Dienstag wieder abgerissen wird...:-)!


Am Donnerstag hat sich dann die Problematik der Verspachtelung unseres Hauses endlich klären lassen - wir haben ursprünglich mit dem Kaufvertrag des Hauses nur die einfachste Ausführungsvariante gekauft, so dass Rose dann vor dem Tapezieren die Spachtelarbeiten soweit "aufpimpen" sollte, dass die Gipskartonplatten soweit glatt sind, dass man auch feine Rauhfasertapeten darauf kleben kann.

Nun hatte Weberhaus aber wenige Monate nach unserem Vertragsabschluss die entsprechende bessere Verspachtelung in den Standard aufgenommen, so dass wir an unseren Verkäufer herangetreten sind, ob man das nicht auch in unserem Haus so ausführen könne, in der Hoffnung, dies für einen "schmalen Taler" (wie es der Verkäufer ausdrückte) zu bekommen, damit Rose nicht die ganze Vorbereitungsarbeit alleine leisten muss.

Leider war das aber zu optimistisch, und es hat dann doch drei Wochen harte Verhandlung, ein Gespräch mit dem Geschäftsführer von Weberhaus und die ein oder andere Verbalinjurie von dessen Seite zu ertragen bedurft, bis wir am Ende des Tages nun doch die gewünschte Qualitätsstufe bekommen, ohne dafür ein Vermögen auf den Tisch zu legen. Aber am Ende ist nun auch dieses Thema gelöst...

Und was hat das nun mit der 17 zu tun? Bisher gar nichts, die 17 wurde dann am Freitagnachmittag zur Zahl der Woche - unser Projektleiter bei Weberhaus hat mich da nämlich informiert, dass unser Haus nun in der 17. Kalenderwoche gestellt werden wird - also so quasi vom Osterhasen gebracht wird. Es kommt nämlich entweder am Dienstag nach Ostern oder an dem darauffolgenden Donnerstag...wenn also alles glatt läuft können wir dann Mitte Juli in unser neues Haus einziehen - wir freuen uns schon riesig!

Dienstag, 19. Februar 2019

Keller die zweite - und ein Baustopp

Heute war es dann soweit - die Wände unseres Kellers wurden gestellt. Als ich gegen viertel vor acht auf der Baustelle ankam, herrschte da schon gepflegte Betriebsamkeit: unser Bautrupp von Südwest-Keller aus der Vorwoche war schon da, und auch einer der Hauptdarsteller - ein 60to Autokran - hatte bereits seine Position eingenommen und mittels Stützen von der Straße abgehoben. Und auch ein Tieflader mit Kellerteilen stand schon in der Nähe vor einer anderen Baustelle bereit

  




Begrüßt wurde ich mit den Worten: "Die haben den falschen Laster zuerst losgeschickt" - und der Ansage, dass es wohl noch über eine Stunde dauern würde, bis wir loslegen konnten. Aber es ging dann doch sofort los - der Ladeplan des Lasters zeigte, dass die Wände darauf problemlos zu verarbeiten waren, auch wenn der eigentlich als erstes geplante LKW noch unterwegs war.

Somit kurz vor den Kran rangiert, und kurz nach acht Uhr morgens ging der Aufbau des Kellers los - die erste Seitenwand hing am Haken:


Auch heute zeigte sich wieder, dass das Team des Kellerbauers blind aufeinander eingespielt war - Wandstück für Wandstück wurde vom Tieflade an den Haken des Krans und dann von dem an den vorgesehenen Platz in unserem Keller verfrachet - der erste Laster war dann bereits nach knapp über 45 Minuten leer. So sah der Zwischenstand aus - der zukünftige Vorratskeller und das Treppenhaus  waren bereits komplett aufgestellt.


Also kurz den Laster getauscht - der erste LKW ist inzwischen auch eingetroffen - so dass gegen 11 Uhr der gesamte Keller bereits fertig aufgestellt war, so dass man erstmalig ein wenig die Struktur des Hauses erkennen konnte.


Nach einer kurzen Brötchenpause und dem ersten persönlichen Treffen mit dem Bauleiter des Kellerbauers (so hat man endlich mal ein Gesicht zu der Person, mit der man ständig telefoniert) ging es dann an die Kellerdecke - genauer an deren Schalung, da die Decke ja mit Ortbeton an der Baustelle erst gegossen wird.


Das Auflegen der Deckenelemente ging deutlich schneller als das Setzen der Wände - lediglich das Abstützen der Decken dauerte immer einen Moment, da zwei Mann in die "Unterwelt" abtauchen mussten, um die Stütze zu platzieren und zu befestigen. So sieht das dann aus:


Schließlich kam das letzte Element auf den Keller, und alle waren darauf vorbereitet, dass am Donnerstag wieder die Betonpumpe kommen sollte, wenn - ja wenn da nicht das urplötzliche Auftreten der Bau Berufsgenossenschaft gewesen wäre. Im Video sieht man den Prüfer  der BG kurz vor der Zeit 0:56 im Hintergrund ein Foto machen, wie gerade die letzte Kellerdecke montiert wird - Minuten später wird er damit die Baustelle (wie im Übrigen alle Baustellen in der Nachbarschaft an diesem Tage) stilllegen!


Grund für die Stilllegung: Es gibt keine Absturzsicherung an der Kellerdecke, daher darf erst weiter gebaut werden (also ca. eine Stunde Beton auf die Kellerdecke gekippt werden), wenn diese Absturzsicherung errichtet worden ist. Umlaufend um den ganzen Keller, 1,20m hoch bedeutet das ca. 130 laufende Meter Holz, die morgen nun eingebaut werden. Leider jedoch bleibt dabei das Einringen des Armierungsstahls in die Decke auf der Strecke, so dass der Betonierungstermin am Donnerstag geplatzt ist - neuer Versuch daher am Montag nächster Woche.

Generell ist das Thema "Sicherheit" ja etwas, was ich nun nicht ganz von der Hand weisen kann. Was mir aber einfach nicht in den Kopf will: Der Dachdecker darf in 3m Höhe ohne Absturzsicherung arbeiten, der Hochbauer aber nur in maximal 2m Höhe. Sind also alle Dachdecker stabiler gebaut als die Hochbauer? Oder was soll der Quatsch - mit 3m hätten wir uns den ganzen Zirkus sparen können, da der Keller außen "nur" 2,92m hoch ist. Aber eben mehr als 2m, und daher dürfen unsere Kellerbauer da nicht ohne Sicherung arbeiten...

Aber immerhin: Der Keller steht nun, und damit ist die wesentliche Voraussetzung erfüllt, dass ich mit Weberhaus "in die Bütt" gehen kann, um den Termin für die Hausstellung aus der 20. Kalenderwoche nach vorne zu verlegen. KW18 hat man mir bereits angeboten, meine geforderte KW14 wäre sicher zu ambitioniert - ich hoffe, dass es am Ende dann KW16 (die Woche vor Ostern) oder KW17 (die Woche danach) werden wird..

Freitag, 15. Februar 2019

Der Keller kommt - zumindest schon mal ein Stück

Anfang der Woche haben wir nun endlich begonnen, auf unsere Grundstück etwas zu bauen - also nicht bloß irgendwelche Vorbereitungen zu machen: Die Bodenplatte für den Keller stand auf dem Programm. Ursprünglich war geplant, dass die Bodenplatte am Montag vorbereitet und dann Dienstag gegossen werden sollte, aber am Donnerstag ist uns ein Nachbar in die Quere gekommen, der uns per eMail mitteilte, dass am Montag seine Kellerwände gestellt werden - das hat immer Potential, dass man nicht so voran kommt, weil man sich gegenseitig auf den Füßen steht, daher haben wir kurzfristig den Beginn der Bodenplatte um einen Tag nach hinten geschoben und die Vorbereitung auf Dienstag und das Betonieren dann auf Mittwoch geschoben (wobei es den Eindruck machte, dass das unserem Kellerbauer auch gar nicht unrecht war).

Am Freitag musste dann noch einmal der Tiefbauer ran...beim Ausheben hatte er nicht genau genug gemessen und dadurch die Baugrund zu eng ausgehoben, so dass zwar unser Haus noch hinein gepasst hat (der Vermesser sagte mir, dass es nicht unüblich wäre, dass selbst das manchmal nicht passt), aber eben nur noch ca. 20cm Platz bis zur Grubenwand war - zu wenig für den Kellerbauer. Also musst der Sohn des Tiefbauers mit dem Spaten ran und den Abstand von Hand soweit vergrößern, dass wenigstens 50 cm Abstand vorhanden sind (Bilder von vorher und nachher):


Damit konnte also der Kellerbauer loslegen - die Kolonne aus dem Hunsrück war Dienstag morgen bereits um halb acht auf dem Grundstück unterwegs und hat mit den Vorbereitungen begonnen, die Bodenplatte zu legen. Mittags war dann aber schon wieder Schluss, da die Vorbereitungen fast abgeschlossen waren und der Beton am nächsten Tag ja erst gegen Mittag kommen soll. Nach dem ersten Tag sah es dann so aus:



Links neben der Bodenplatte sind auch schon die Fundamente zu sehen, auf denen mal die Garage stehen wird - eine Spezialität, die mir vorher auch nicht klar war: bei einem Keller muss das Garagenfundament auf gewachsenen Boden gegründet werden, damit die Garage nicht irgendwann mal gegen das Haus kippt, weil der (egal wie gut) verdichtete Boden nachgibt. Daher gibt es nun zwei Säulen im Arbeitsraum des Kellers, auf die dann das eigentliche Streifenfundament der Garage gelegt wird. Natürlich gibt es diese Säulen nicht umsonst, so dass hier wieder ein Posten gefunden wurde, den wir noch nicht in der Kalkulation drin hatten...

Am zweiten Tag bin ich dann erst am Mittag auf der Baustelle gewesen, weil ich dabei sein wollte, wie der erste Tropfen Beton in die Grube fliest. Als ich ankam, war gerade der Elektriker zu Gange und hat die Erdungsanlage vermessen und dokumentiert.



Dann aber hieß es warten - auf die Betonpumpe und den ersten Betonlaster. Obwohl die Firmen vorab ordentlich Druck gemacht hatten, dass man ja pünktlich um 12 Uhr anfangen müsse, weil man noch eine große Baustelle danach bedienen muss, kam das erste Fahrzeug dann mit einer viertel Stunde Verspätung (also überpünktlich, wie mir der Polier der Bautruppe sagte) um die Ecke. So eine Pumpe ist schon echt beeinduckend, wenn die ihren Arm ausgefahren hat...



Kurze Zeit später war dann auch der erste Betonlaster da, und es konnte losgehen. Von hinten nach vorne wurde die Schalung mit Beton aufgefüllt, und man konnte deutlich sehen, dass die drei das heute nicht zum ersten Mal gemacht haben - keinerlei Hektik, alles griff perfekt Hand in Hand ineinander.



Am Abend war dann die Bodenplatte fertig und auch schon ganz ordentlich fest, aber sicherheitshalber haben wir noch keinen Fuß darauf gesetzt - die soll schön hart werden, damit unser Haus eine sichere Basis bekommt. Abgedeckt mit einer Plane wartet sie jetzt darauf, dass am Dienstag früh die Kellerwände darauf gestellt werden...




Der Estrich im Haus ist verlegt

Nach zwei sehr ereignisreichen Wochen war die Rohinstallation der Elektrik, der Lüftungsleitungen  sowie der Wasserleitungen abgeschlossen, ...